Senkung der Brustkrebssterblichkeit durch den konsequenten Einsatz der Mamma-MRT zur Brustkrebsfrüherkennung?

Das zumindest legen die Göttinger Studienergebnisse sehr nah. Denn was die Daten zum konsequenten Einsatz der Mamma-MRT in Untersuchungsintervallen von maximal 24 Monaten belegen ist schon eindrucksvoll:  Brustkrebs lässt sich in einem solchen Konzept bei Frauen mit dichten Gewebestrukturen zuverlässig und sehr früh diagnostizieren. Die Durchschnittsgröße aller invasiven Karzinome betrug in der Auswertung 9mm und die Rate an Patientinnen mit Brustkrebs ohne Lymphknotenbefall lag bei über 96%. Die Rate an Intervallkarzinomen lag unter 2%. Frauen, bei denen Brustkrebs derart früh erkannt wird, haben ein exzellentes Langzeitüberleben. Die Auswertung zeigt aber auch, dass die für das Mamma-MRT erhobenen Ergebnisse mit dem kombinierten Einsatz von Mammographie und Ultraschall nicht erzielt werden können. So war im untersuchten Kollektiv mehr als die Hälfte (53%) aller gefundenen Brustkrebs in Mammographie und/oder Ultraschall nicht nachweisbar. Ausgewertet wurden 8.975 Mamma-MRT-Untersuchungen bei 2.333 Frauen, die innerhalb eines Zeitraumes von mehr als 12 Jahren im Brustzentrum Göttingen untersucht worden waren. Erschienen ist diese Studie im April 2019 im International Journal of Women´s Health and Wellness (Fischer et al, Int J Womens Health Wellness 2019, Volume 5, Issue 2, Seite 91-101).

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